Waterman Charleston - Vorstellung

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Crovax
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Waterman Charleston - Vorstellung

Beitrag von Crovax »

Heute möchte ich euch den Waterman Charleston vorstellen.
Der Füller kam etwa 2002 auf den Markt und ist sehr deutlich vom Waterman "Hundred Year Pen" von 1939 inspiriert und gerade diese deutlichen Anleihen am Art Deco-Stil des Originals machen diesen Füller zu einem meiner Lieblingsfüller.
Im Gegensatz zum Original hat Waterman hier aber auf das transparente Ende verzichtet, wohl auch, weil dieses Teil bei vielen der Originalfüller im Laufe der Zeit zerbröselt ist. Der Charleston besteht aus Plastik, lediglich der Kern des Griffstücks mit dem Innengewinde ist aus Metall gefertigt.
Geblieben ist aber die Form, die Bauchbinde, die Rillen am Schaft und die etwas kurz wirkende Kappe.
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Charleston-geschlossen.JPG (155.94 KiB) 181 mal betrachtet
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Das Exemplar in der Mitte ist in einem Navy-Blau gefertigt, was sich aber auf vielen Fotos eher als dunkelgrau zeigt.
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Der Füller ist "normal" groß, 13,5 cm geschlossen und 12,2 cm ohne Kappe.
Er wiegt geschlossen ca. 25,5 g, ohne Kappe 19,5 g und passt damit für mich perfekt.
War der 100 Year Pen noch ein für die Zeit typischer Hebelfüller, hat Waterman hier wie bei allen Modellen der letzten Jahrzehnte einen Patronen/Konverter-Füller gewählt. Während lange Standardpatronen anscheinend passen, ist man bei den Konvertern auf die Waterman-Modelle festgelegt, da andere Konverter am Gewindeteil zu breit sind.
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Die Feder ist eine relativ kleine 18 kt-Gold-Feder, die bei diesen Modellen rhodiniert wurde.
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Die F-Feder schreibt angemessen schmal und nass, die L-Feder (breit) ertränkt dagegen alles in Tinte, solange man nicht eine sehr trockene Tinte verwendet.
Leider hat bei Waterman in den letzten Jahren eine Reduktion der Produktpalette eingesetzt, der einige schöne Modelle zum Opfer gefallen sind. Stattdessen kamen der Phileas/Kultur-Zombie "Embleme" und ein (für mich) viel zu schwerer "Perspective" dazu.
gruß
stephan

“Let grammar, punctuation, and spelling into your life! Even the most energetic and wonderful mess has to be turned into sentences.” ― Terry Pratchett
Heiner
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Re: Waterman Charleston - Vorstellung

Beitrag von Heiner »

Hallo Stephan,
eine schöne Vorstellung! Zur Zeit liegt meiner mit einer Stub-Feder leider ungenutzt rum. In einem Auktionshaus hab ich auch einen Bleistift dazu gefunden, ironischerweise hab ich den öfter genutzt. Zu der Stub-Feder kann ich nur sagen, sie schreibt butterweich aber auch eher trocken.
Danke und herzliche Grüße!
Heiner
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glucydur
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Re: Waterman Charleston - Vorstellung

Beitrag von glucydur »

Schöne Vorstellung eines leicht verkannten Füllers (weil Patronen-/Konvertertechnik). Ich mag die leichten Anklänge des Art Décos in Form des geometrischen Musters am Korpusring. Der Rest ist die Neuinterpretation des Streamline-Moderne wie bei seinem großen Vorbild, dem Hundred Year Pen. Der Charleston ist seit Jahren einer meiner zuverlässigsten Alltagsbegleiter. Die 18 K F-Feder ist leicht elastisch und schreibt traumhaft flüssig. Eine meiner besten Federn. Da kommen viele meiner MB-Federn nicht heran.
Gutta cavat lapidem.
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FrauMBr
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Re: Waterman Charleston - Vorstellung

Beitrag von FrauMBr »

Crovax hat geschrieben: 03.11.2026, 17:10 Die Feder ist eine relativ kleine 18 kt-Gold-Feder, die bei diesen Modellen rhodiniert wurde.
Ich weiß nicht, ob sich diese Aussage nur auf Deine Modelle bezog, oder Du die allgemeingültig gemeint hast, jedenfalls hab ich einen schwarzen Charleston mit Silver Trim und rhodinierter Feder und einen mit Gold Trim und güldener Feder.
Wollte ich nur ergänzt haben.

Viele Grüße, Micha

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Vernunft war da ... bis zum nächsten Füller.
ichmeisterdustift
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Re: Waterman Charleston - Vorstellung

Beitrag von ichmeisterdustift »

FrauMBr hat geschrieben: 05.11.2026, 12:57 Ich weiß nicht, ob sich diese Aussage nur auf Deine Modelle bezog, oder Du die allgemeingültig gemeint hast, jedenfalls hab ich einen schwarzen Charleston mit Silver Trim und rhodinierter Feder und einen mit Gold Trim und güldener Feder.
Wollte ich nur ergänzt haben.
Viele Grüße, Micha
Richtig, Micha.
Es gab 6 Ausführungen, davon 3 mit Goldfeder und 3 mit rhodinierter Goldfeder.
  • Wat-Charleston.jpg
    Wat-Charleston.jpg (141.87 KiB) 55 mal betrachtet
Sorry für die miserable Bildqualität, ist nur ein Scan aus dem Waterman Katalog 2005.
Ich mag den Charleston sehr, habe zumindest den Rollerball täglich in Gebrauch.

Gruß,
Volker
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glucydur
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Re: Waterman Charleston - Vorstellung

Beitrag von glucydur »

Was auch für den Charleston spricht, ist, dass er nicht zu leicht ist. Wenn ich parallel meinen M405 Stresemann oder M600 old style in die Hand nehme, die gleichfalls treue Alltagsbegleiter sind, merke ich immer, wie federleicht die im Vergleich sind. Mir sagt die Haptik des Charleston sehr zu, gut ausbalanciert ist er zudem auch. Ein wirklich unterschätzter Füller.
Gutta cavat lapidem.
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