Trocknungszeit / Drytime
Die Trocknungszeit ist eine der wenigen Eigenschaften, welche ganz objektiv festgestellt und einfach getestet werden können.
Schreibe etwas auf das Papier, warte eine Sekunde und wische mit dem (trockenen) Finger darüber - verschmiert es, so war die Tinte noch nicht trocken.
Wiederhole die Prozedur nach 3, 5, 15, 20 Sekunden bis Du feststellst, dass die Tinte nicht mehr verwischt und Du kennst die Trocknungszeit.

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Wasserfestigkeit / Waterproof
Ein kleiner Tropfen Wasser auf dem beschriebenen Papier gibt schnell Aufschluss, wie es um die Wasserfestigkeit der Tinte steht, ob sie sich vollständig im Wasser löst (im Bild links) oder nur Bestandteile der Tinte fortgeschwemmt werden und ein leserlicher Rest verbleibt (im Bild rechts).

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Lichtechtheit / Lightfast
Lichtechte Tinte reagiert nicht auf anhaltende Lichteinstrahlung. Andernfalls ist die Reaktion:
die Tinte ändert ihre Farbe
die Tinte verblasst
die Tinte wird unkenntlich
die Tinte verschwindet vollständig
Der Test ist einfach: ein beschriftetes Papier mit Tesa ans Fenster kleben. Bei den meisten Tinten erkennt man bereits nach wenigen Tagen deutliches Verblassen. Manche Tinten verblassen bis zur völligen Unkenntlichkeit.

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Dokumentenecht / Permanent / Bulletproof
Dokumentenechte Tinten sind nach dem Trocknen nicht mehr veränderbar:
die Farbe ist lichtecht, lässt sich weder von Wasser noch anderen Flüssigkeiten abwaschen und verläuft auch nicht im Wasserbad, so dass sie immer gut lesbar bleibt. Sie darf von Bleichen, Aceton, oder anderen Chemikalien nicht verblassen, lediglich eine geringfügige Veränderung der Farbe ist erlaubt. Sie ist auch nicht radierbar.
Wer aufgrund einer gesetzlichen Dokumentationspflicht auf dokumentenechte Tinte angewiesen ist, sollte unbedingt darauf achten, dass die Tinte nach DIN ISO 12757-2 geprüft wurde. Der Hersteller kann ein entsprechendes Zertifikat vorweisen. Diese Norm beschreibt die Anforderungen an eine dokumentenechte Tinte.
Die meisten "dokumentenechten" Tinten sind also streng genommen quasi-dokumentenecht, so die "permanent" und "bulletproof" Tinten, wie sie im englischen heißen.
Tintenfluss / Flow
Eine Eigenschaft von Flüssigkeiten, also auch Tinten, ist die Viskosität, d.h ihre Zähflüssigkeit. Sie beeinflusst, wie leicht oder wie schwer die Tinte durch Tintenzuführung und über die Feder auf das Papier läuft. Federn, die "trocken" schreiben können mit zähen Tinten zu Aussetzern führen; Federn die "nass" schreiben, werden mit leicht laufenden Tinten zum Durchschlagen neigen.
Wir können den Tintenfluss subjektiv als "schnell/leicht laufende" Tinte bzw. "langsam/zäh laufende" Tinte oder auch "neutral" beurteilen. Man sollte mit dem jeweiligen Schreibgerät vertraut sein um diese Eigenschaft realistisch einschätzen zu können.
Farbe
Last not least – die Farbe!
Sie gefällt - oder sie gefällt nicht.
Hinweise wie "reines Blau, keine Violett-Töne" sind natürlich wertvoll, ersetzen aber keinesfalls Scan oder Foto.
Welche Informationen sind noch von Interesse bei einer Tintenbetrachtung?
Gebinde (also Patrone, Glas mit ml-Menge), Verpackung, Preis, und Verfügbarkeit.
Ich hoffe diese Hinweise sind Euch eine Unterstützung bei er Erstellung oder Interpretation von unseren Tinten-Betrachtungen.
Gruß,
Andreas