Gedruckte Schriften und Textsatz - Typographie

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DanielH
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Gedruckte Schriften und Textsatz - Typographie

Beitrag von DanielH »

Hallo in die Runde,

Ich mache in diesem Forum mal den ersten Thread auf, damit es nicht so leer ist. Mir ist schon klar, dass es in diesem Unterforum hauptsächlich um Handschrift gehen soll. Ich schreibe - zugegebenermaßen - nicht besonders schön, aber ich habe in den letzten Monaten und Jahren ein gewisses Faible für Typographie und Satzschriften entwickelt. Das Ganze kommt daher, dass ich mit schon im Studium recht intensiv mit LaTeX, einem professionellen Textsatzprogramm, befasst habe. Das habe ich lange Zeit benutzt, um wissenschaftliche Texte zu setzen. Inzwischen nutze ich es aber für fast alles, wofür andere MS Word benutzen. Vor Allem seit ich entdeckt habe, wie man damit auch andere Schriftarten benutzen kann. Inzwischen quillt meine Computerfestplatte über vor heruntergeladenen, freien (also kostenlosen) Schriftarten, mit denen ich rumfummle. Besonders angetan hat es mir EB Garamond, eine freie Implementierung der berühmten Garamond aus dem 16. Jahrhundert, die enorm umfangreich ist und eigentlich kaum Wünsche an eine voll ausgestattete Schrift für gut lesbare, lange Texte offen lässt.

Wer intensiver in die Typographie einsteigen möchte, dem kann ich an dieser Stelle www.typografie.info empfehlen, das mir selbst mal bei Penexchange empfohlen wurde und wo auch mindestens eine weitere Penexchanglerin angemeldet ist.
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Carolin
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Registriert: 02.11.2026, 19:42

Re: Gedruckte Schriften und Textsatz - Typographie

Beitrag von Carolin »

Und wer jetzt Lust auf LaTeX bekommen hat, sollte geschwind bei https://www.tug.org/texlive/ vorbeischauen und es einfach mal ausprobieren. LaTeX verhält sich zu MS Word wie der Füller zum Werbekugelschreiber. :mrgreen:
papierundtinteundfüller <3

Ich bloggte früher unter buecherkram.com über Zeugs, Klüngel & Gedöns und bin @kamerakram auf instagram.
Heiner
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Re: Gedruckte Schriften und Textsatz - Typographie

Beitrag von Heiner »

Das unterschreibe ich sofort... ;) Habe in den 70er Jahren ganze Scripte unter Unix verfassen müssen.
Danke und herzliche Grüße!
Heiner
DanielH
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Registriert: 02.11.2026, 23:42

Re: Gedruckte Schriften und Textsatz - Typographie

Beitrag von DanielH »

Carolin hat geschrieben: 03.11.2026, 10:25 Und wer jetzt Lust auf LaTeX bekommen hat, sollte geschwind bei https://www.tug.org/texlive/ vorbeischauen und es einfach mal ausprobieren. LaTeX verhält sich zu MS Word wie der Füller zum Werbekugelschreiber. :mrgreen:
Was für ein großartiger Vergleich. Ich gebe Dir vollkommen Recht.
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Astronymus
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Re: Gedruckte Schriften und Textsatz - Typographie

Beitrag von Astronymus »

Schriftschneiderei ist auch digital eine Kunst. 👍

Ich bleibe derweil bei Indesign. :mrgreen:
Ich liebe den Geruch von Tinte am Morgen.
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gbert
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Re: Gedruckte Schriften und Textsatz - Typographie

Beitrag von gbert »

Ich habe bevorzugt mit texlive PDF produziert, also nicht nur Druck-Dokumente. Für wiederkehrende Formate ist die recht statische Struktur zuverlässig mit immer anderen Inhalten nutzbar. Kreative Projekte lassen sich ebenso damit gestalten. Es ist halt eine andere Art mit Code zu setzen, als dies visuell direkt zu tun. Selbsterklärend ist es eher nicht ;)
Heiner
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Re: Gedruckte Schriften und Textsatz - Typographie

Beitrag von Heiner »

Stimmt, ich erinnere mich noch an Nächte durchwacht für den Formelsatz mit plain TeX :D ohne "la" ;)
Danke und herzliche Grüße!
Heiner
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gbert
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Re: Gedruckte Schriften und Textsatz - Typographie

Beitrag von gbert »

Es gibt heute aber auch komfortable Editoren, mit denen sich die Setzer ( :) ) quasi so einfach wie mit Textverarbeitung die Dokumente kompilieren können. Setzer und gummi sind einfache Beispiele dafür, die mir sehr gefallen. Komplexere Programme sind auch interessant. Das Gute ist nach wie vor die lokale Einsetzbarkeit. Nachfolgesysteme für diesen konventionellen Textsatz werden mit noch mehr intuitiver Nutzbarkeit entwickelt, stehen allerdings eher nur online zur Verfügung.
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Crovax
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Re: Gedruckte Schriften und Textsatz - Typographie

Beitrag von Crovax »

Ich habe vor fast 30 Jahren meine Dissertation mit LaTex erstellt, damals noch auf einem Commodore Amiga 4000.

Inzwischen benutze ich TexStudio/TexMaker mit TexLive/MikTex (je nach Linux oder Windows) als Unterbau.

Ich habe vor ein paar Jahren mal den Quelltext der Dissertation in TexStudio geladen und ausser, dass ich das Din A4-Paket durch ein neues ersetzen musste, hat TexStudio das ganze Zeug ohne weiteres Mucken komplett übersetzt und ein PDF draus gemacht. Es gibt glaube ich nicht so viele Programme, die einerseits so lange existieren und andererseits auch ihr Dateiformat beibehalten haben.
Auch wenn ich längst keine so langen Texte mehr schreibe, benuzte ich LaTex immer noch, um unter anderen diverse Protokolle zu schreiben.
gruß
stephan

“Let grammar, punctuation, and spelling into your life! Even the most energetic and wonderful mess has to be turned into sentences.” ― Terry Pratchett
DanielH
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Re: Gedruckte Schriften und Textsatz - Typographie

Beitrag von DanielH »

In der Hinsicht ist LaTeX ein Phänomen. Wer es einmal liebgewonnen hat, den lässt es nicht mehr los. Ich habe irgendwann mal auf einem Seminar eine mit Beamer erstellte Präsentation gehalten und alle haben über die Folien gestaunt.

Was ich in den letzten Jahren für mich entdeckt habe, ist das Experimentieren mit freien Fonts, die man - dank LuaLaTeX sehr unkompliziert einbauen und sogar modifizieren kann. Ich habe immer noch keine komplett schlüssige Anleitung für Lua gefunden, die die Interaktion mit LuaLaTeX erklärt. Trotzdem gelingt es mir, meine eigenen Satzoptionen für die Schriftarten zu bauen und ich habe sogar schon selbst Ligaturen erstellt. Open Source-Schriftarten wie EBGaramond machen es möglich.

Andere Satzprogramm wie z.B. Indesign habe ich mir nie angesehen. Erstens weil sie vermutlich einen Arm und ein Bein kosten und zweitens weil sie für das, was ich machen möchte, nicht brauche. Aber LaTeX ist mit Sicherheit auch in ganz hohem Maße Geschmackssache. Physiker, Mathematiker und Informatiker werden an der Uni oft mehr oder weniger gezwungen, es zu benutzen. Bei mir als Chemiker war das nicht der Fall. Ich habe es aber benutzt, weil ich eigentlich immer sehr nah an der Physik, in der Physikalischen und Theoretischen Chemie, gearbeitet habe. In anderen Disziplinen der Chemie ist LaTeX wird es mehr oder weniger nicht benutzt, bei den meisten Biologen nach meiner Beobachtung auch nicht (korrigiere mich gerne, wenn ich Blödsinn schreibe, @K 15). Außerhalb der Naturwissenschaften ich LaTeX größtenteils unbekannt. Interessanterweise führen google-Suchen bei Problemen manchmal auf Internetseiten mit komischer, schwarzer, enger Kleidung...
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