Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
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Notizblock
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Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
Hallo,
ich hoffe, hier kann schon "zur Sache" gepostet werden?
ich habe Lust auf einen eleganten Füllhalter, und zwar gerne einen alten! Optisch sollte er klassisch aussehen und gerne über eine Goldfeder verfügen. Verwenden würde ich ihn für Notizen, daher gerne eine mittlere - breitere Feder zum schnellen Schreiben. Mein Budget wären erstmal bis 150€.
Mir gefallen alte Pelikane sehr, vor allem die runden/zigarrenförmigen. Mir ist z.B. der Pelikan 140 aufgefallen, aber auch der 400 wurde empfohlen und sieht sehr edel aus! Leider sehen die meisten 400 in den üblichen Kleinanzeigen-Portalen recht lädiert aus. Gibt es es generell besonders zu beachten? Ich habe schon gelesen, dass es spezielle Durchschlagfedern gibt, die man meiden sollte. Sind die Gehäuse solide? Ich habe zB einen alten MB Füllhalter, der wegen gebrochenem Gehäuse undicht ist.
Danke und Grüße!
ich hoffe, hier kann schon "zur Sache" gepostet werden?
ich habe Lust auf einen eleganten Füllhalter, und zwar gerne einen alten! Optisch sollte er klassisch aussehen und gerne über eine Goldfeder verfügen. Verwenden würde ich ihn für Notizen, daher gerne eine mittlere - breitere Feder zum schnellen Schreiben. Mein Budget wären erstmal bis 150€.
Mir gefallen alte Pelikane sehr, vor allem die runden/zigarrenförmigen. Mir ist z.B. der Pelikan 140 aufgefallen, aber auch der 400 wurde empfohlen und sieht sehr edel aus! Leider sehen die meisten 400 in den üblichen Kleinanzeigen-Portalen recht lädiert aus. Gibt es es generell besonders zu beachten? Ich habe schon gelesen, dass es spezielle Durchschlagfedern gibt, die man meiden sollte. Sind die Gehäuse solide? Ich habe zB einen alten MB Füllhalter, der wegen gebrochenem Gehäuse undicht ist.
Danke und Grüße!
- Tintenpfote
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- Registriert: 31.10.2026, 11:32
Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
Wie schon im alten Forum erwähnt, ist ein alter Pelikan eine sehr gute Wahl.
Ich habe selber welche geerbt, wenn sie gut behandelt wurden, halten sie auch sehr lange.
Ich habe eine Idee, kommt aber per PN.
Ich habe selber welche geerbt, wenn sie gut behandelt wurden, halten sie auch sehr lange.
Ich habe eine Idee, kommt aber per PN.
- memberofprint
- Beiträge: 15
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
Moin,
hier also nochmal:
Ich kann nur Gutes über die 140er sagen. Sie sind handlich und die Federn schreiben in aller Regel hervorragend. Man kann natürlich Pech haben, dass sie dies nicht tun, da sie ja alt sind und vielleicht nicht optimal gepflegt wurden, verzogen sind oder was auch immer. Dies lässt sich allerdings meist recht unkompliziert beheben. Am besten, Du schreibst einen zur Probe, falls Du die Gelegenheit hast, einen bei einer Penshow o.ä. auszuprobieren.
hier also nochmal:
Ich kann nur Gutes über die 140er sagen. Sie sind handlich und die Federn schreiben in aller Regel hervorragend. Man kann natürlich Pech haben, dass sie dies nicht tun, da sie ja alt sind und vielleicht nicht optimal gepflegt wurden, verzogen sind oder was auch immer. Dies lässt sich allerdings meist recht unkompliziert beheben. Am besten, Du schreibst einen zur Probe, falls Du die Gelegenheit hast, einen bei einer Penshow o.ä. auszuprobieren.
Gruß Andreas (_Hannover)
Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
Meiner Einschätzung nach sind die 400er robuster als die 140er. Daher m.M.n. besser für den Einstieg geeignet, weil man nicht so aufpassen muss. Definiert man den Einstieg über den Preis, frei nach dem Motto „Mal gucken, ob ich mit dem alten Kram überhaupt zurecht komme.“ ist der 140er die bessere, weil preiswertere Wahl.
- memberofprint
- Beiträge: 15
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
Stimmt die 140er können etwas kapriziös sein. Dafür haben sie die nette Vintage-Anmutung.
Gruß Andreas (_Hannover)
Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
Wenn die Möglichkeit besteht, solltest du 140 und 400.vorab ausprobieren. Der 140 ist ein ziemlich kleiner Füller, das liegt nicht jedem. Das Federtriple, also die Einheit aus Feder, Tintenleiter und dem Ring, der beides zusammen hält, ist beim 140 etwas anfällig. Besagter Ring neigt zu Rissen, bleibt oft im Gewinde des Mundstücks sitzen und das kann zur Undichtigkeit führen.
Für dein Budget solltest du einen 400 bekommen, den ich auch für die bessere Wahl halte. Wenn dir die Form des 140 gefällt, wäre eigentlich der 400NN etwas für dich, da er eine ähnliche Form hat, aber deutlich länger ist.
Für dein Budget solltest du einen 400 bekommen, den ich auch für die bessere Wahl halte. Wenn dir die Form des 140 gefällt, wäre eigentlich der 400NN etwas für dich, da er eine ähnliche Form hat, aber deutlich länger ist.
Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
Vergleichen kann ich nicht, ich hab' nie selbst einen 400er besessen. Aber was die Robustheit angeht, hätte ich bei den 140ern keine großen Bedenken. Ein 140er aus den 1950er Jahren, den ich als Sechst- oder Siebtklässlerin von meiner Mutter geschenkt bekam, hat Jahre rauer Behandlung als Schulfüller klag- und problemlos überstanden, und er leistet mir heute noch gute Dienste, ich nutze ihn gern.agathon hat geschrieben: 01.11.2026, 21:33 Meiner Einschätzung nach sind die 400er robuster als die 140er. Daher m.M.n. besser für den Einstieg geeignet, weil man nicht so aufpassen muss. ...
Aber, so oder so: Ausprobieren
Zu den Federn: Pelikanfedern sind i.d.R. "nass", sprich: Sie bringen relativ viel Tinte aufs Papier. Und sie sind oft verhältnismäßig breit; für eine durchschnittliche Handschriftgröße kommt man, wenn man's bequem haben möchte, meistens mit "M" aus. Auch was zum Ausprobieren.
Durchschlagfedern sind härter als normale Schreibfedern, dem Zweck entsprechend. Man erkennt sie daran, dass zur üblichen Federbreitenprägung ein "H" hinzugefügt ist, also "HM" statt nur "M".
Schöne Grüße, Doris
Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
Moin,
die 140er bzw. 400er Reihe der Pelikane kann ich dir auch sehr empfehlen. Sind alles gute Arbeitstiere, bei denen man kaum etwas falsch machen kann.
die 140er bzw. 400er Reihe der Pelikane kann ich dir auch sehr empfehlen. Sind alles gute Arbeitstiere, bei denen man kaum etwas falsch machen kann.
Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
Ich. besitze und benutze einen 400NN, 400 und 140, alle sind empfehlenswert. Wie schon erwähnt ist der 140er etwas kürzer ist als die 400er: Ich habe normal große Hände und empfinde den 140 ohne Kappe als etwas klein, aber das ist Geschmackssache. Mir persönlich gefällt der 400er am besten. Auf jeden Fall ausprobieren!
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Markus1931
- Beiträge: 13
- Registriert: 31.10.2026, 16:04
Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
Notizblock hat geschrieben: 01.11.2026, 21:17 Hallo,
ich hoffe, hier kann schon "zur Sache" gepostet werden?
ich habe Lust auf einen eleganten Füllhalter, und zwar gerne einen alten! Optisch sollte er klassisch aussehen und gerne über eine Goldfeder verfügen. Verwenden würde ich ihn für Notizen, daher gerne eine mittlere - breitere Feder zum schnellen Schreiben. Mein Budget wären erstmal bis 150€.
Mir gefallen alte Pelikane sehr, vor allem die runden/zigarrenförmigen. Mir ist z.B. der Pelikan 140 aufgefallen, aber auch der 400 wurde empfohlen und sieht sehr edel aus! Leider sehen die meisten 400 in den üblichen Kleinanzeigen-Portalen recht lädiert aus. Gibt es es generell besonders zu beachten? Ich habe schon gelesen, dass es spezielle Durchschlagfedern gibt, die man meiden sollte. Sind die Gehäuse solide? Ich habe zB einen alten MB Füllhalter, der wegen gebrochenem Gehäuse undicht ist.
Danke und Grüße!
Falls Du mal durch den Kreis Höxter kommst, ich hätte ein paar 140er und auch einige 400er da, zum ausprobieren.
Ich kann sie beide empfehlen. Der 140er ist kleiner, etwas einfacher in der Ausführung, die Feder ist kleiner. Dafür ist due Verfügbarkeit sehr gut, zumindest beim grüngestreiften Modell.
Man bekommt ihn relativ günstig, sollte drauf achten, dass der Kolben sauber läuft und dicht ist, da ein Wechsel der Kolbendichtung nicht ganz risikolos ist.
Sollte der Federring noch ein alter sein, sollte man ihn tauschen, da die meisten gerissen sind oder spätestens dann reißen, wenn man die Federeinheit ausbauen möchte. Ich habe jedenfalls noch keinen ganz gesehen.
Der 400 er ist etwas größer, auch die Feder und wirkt wertiger.
Für die Kolbeneinheit gilt dasselbe wie beim 140er, Probleme mit der Federeinheit kenne ich nicht.
Die Verfügbarkeit ist auch gut (400 und 400NN, der 400N ist selten), der Preis ist etwas höher als beim 140er.
Für beide Modelle bekommt man sowohl die Tannenbaumfedern, als auch die alten Federn, nur mit Schrift, ohne Logo.
Ungeachtet dessen, dass Du Dich schon für einen Pelikan ausgesprochen hast, würde ich mir noch einige MB Modelle aus der Zeit ansehen. 32/34, 22/24 und 12/14.
Es sind wunderbar schreibende Füller und stehen viel zu sehr im Schatten der großen Meisterstücke.
Und wenn es etwas extravaganter sein darf, wäre ein Sheaffer mit Triumph-Feder als Hebelfüller nicht zu verachten. Ich finde die Feder zum niederknien. Obwohl sie die Bezeichnung Feder nicht wirklich verdient hat, es ist eher ein Schreibbolzen, absolut starr.
Aber dennoch ein interessanter Füller.
Ich glaube, ich schweife zu sehr ab
Hier noch einige Fotos:
- Dateianhänge
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Herzliche Grüße
Markus
Markus
Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
140 und 400 sind sehr klein. Mir zu klein. Ein vernünftiger Kompromiss wäre ein (gebrauchter) 600er neueren Datums. Die alten sind nur gepimpte 400er. Okay, nicht mehr vintage, aber die gesamte aktuelle Kollektion der Pelikane ist vom Design her ja schon ziemlich vintage angelehnt.
Beim 600er hast Du auch den Vorteil, dass Du die Edelstahlfedern der 200er Serie reinschauben kannst. Die Triple kosten kaum was, haben aber z.B. mit einer IB (italic bold) eine besondere Feder zu bieten. Ich habe bei meinem 600 tatsächlich die Goldfeder getauscht. Die Goldfeder kann ich ja jederzeit wieder reinschauben. Was für ein herrliches Schriftbild und Schreibgefühl. Und das, obwohl ich auch 800 und 1000 habe.
Beim 600er hast Du auch den Vorteil, dass Du die Edelstahlfedern der 200er Serie reinschauben kannst. Die Triple kosten kaum was, haben aber z.B. mit einer IB (italic bold) eine besondere Feder zu bieten. Ich habe bei meinem 600 tatsächlich die Goldfeder getauscht. Die Goldfeder kann ich ja jederzeit wieder reinschauben. Was für ein herrliches Schriftbild und Schreibgefühl. Und das, obwohl ich auch 800 und 1000 habe.
Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?
Hallo in die Runde,
zur Aufklärung, was das Federaggregat und die Federbuchse bei den 140ern und den 400NN betrifft:
Die späten 140er und der 400NN haben eine Federbuchse aus durchsichtigem Kunststoff. Diese Federbuchsen haben alle feine Haarrisse oder sind bereits komplett durchgerissen. Dadurch ist der Füllfederhalter dann undicht und leckt oder tut dies relativ bald bei täglichem Gebrauch. Das lässt sich freilich durch eine neue Federbuchse beheben, dazu muss man das Bauteil aber erst einmal haben und in der Lage sein ein Federaggregat wieder korrekt zusammenzusetzen.
Die alten 140er und 400 bis 400N haben eine Federbuchse aus Ebonit. Diese ist nahezu unkaputtbar und in rund zwanzig Jahren hatte ich bei einer recht großen Anzahl an Füllhaltern, die durch meine Hände gingen, vielleicht drei oder vier, die eine beschädigte Federbuchse aus Ebonit hatten.
Die Dichtungen der 140er und des 400NN sind weniger anfällig und in den meisten Fällen noch nicht verschlissen, eine Zerlegung sowie Reinigung des Füllers und neue Abschmierung des Füllesystems ist dennoch sinnvoll, wenn der Füllhalter wieder als Alltagsschreiber dienen soll. Dies ist insbesondere wichtig, wenn der vormalige Besitzer schwarze oder rote Tinte in Gebrauch hatte, welche stark auskristallisiert und nicht mehr gut wasserlöslich ist. Die alte Tinte ist allerdings bei jedem Gebrauchtkauf ein Problem, wenn der Füllfederhalter nicht gepflegt wurde.
Die 140er und 400er Reihe ist übrigens gesteckt montiert und nicht geschraubt. Allerdings sitzen die Füllsysteme recht fest auf Reibung und müssen ausgeschlagen werden. Bei der Prozedur sollte man ebenfalls wissen was man tut, sonst hat man hinterher Bruch. Christof Zollinger hatte übrigens auf Penex eine super bebilderte Beschreibung des korrekten Vorgehens.
Gebrauchte grün gestreifte 140er und 400NN (bei Angebot auch gerne als Stresemann beschrieben) sind mit schmalem Budget relativ gut zu erwerben, restaurierte Modelle sind deutlich teurer. Bei einem guten Restaurator kauft man dann aber nicht die Katze im Sack und der Füllhalter sollte voll funktionsfähig sein, was in der Bucht und auf Kleinanzeigen meist nicht gewährleistet ist.
Grüße in den jungen Morgen
Gerd
zur Aufklärung, was das Federaggregat und die Federbuchse bei den 140ern und den 400NN betrifft:
Die späten 140er und der 400NN haben eine Federbuchse aus durchsichtigem Kunststoff. Diese Federbuchsen haben alle feine Haarrisse oder sind bereits komplett durchgerissen. Dadurch ist der Füllfederhalter dann undicht und leckt oder tut dies relativ bald bei täglichem Gebrauch. Das lässt sich freilich durch eine neue Federbuchse beheben, dazu muss man das Bauteil aber erst einmal haben und in der Lage sein ein Federaggregat wieder korrekt zusammenzusetzen.
Die alten 140er und 400 bis 400N haben eine Federbuchse aus Ebonit. Diese ist nahezu unkaputtbar und in rund zwanzig Jahren hatte ich bei einer recht großen Anzahl an Füllhaltern, die durch meine Hände gingen, vielleicht drei oder vier, die eine beschädigte Federbuchse aus Ebonit hatten.
Die Dichtungen der 140er und des 400NN sind weniger anfällig und in den meisten Fällen noch nicht verschlissen, eine Zerlegung sowie Reinigung des Füllers und neue Abschmierung des Füllesystems ist dennoch sinnvoll, wenn der Füllhalter wieder als Alltagsschreiber dienen soll. Dies ist insbesondere wichtig, wenn der vormalige Besitzer schwarze oder rote Tinte in Gebrauch hatte, welche stark auskristallisiert und nicht mehr gut wasserlöslich ist. Die alte Tinte ist allerdings bei jedem Gebrauchtkauf ein Problem, wenn der Füllfederhalter nicht gepflegt wurde.
Die 140er und 400er Reihe ist übrigens gesteckt montiert und nicht geschraubt. Allerdings sitzen die Füllsysteme recht fest auf Reibung und müssen ausgeschlagen werden. Bei der Prozedur sollte man ebenfalls wissen was man tut, sonst hat man hinterher Bruch. Christof Zollinger hatte übrigens auf Penex eine super bebilderte Beschreibung des korrekten Vorgehens.
Gebrauchte grün gestreifte 140er und 400NN (bei Angebot auch gerne als Stresemann beschrieben) sind mit schmalem Budget relativ gut zu erwerben, restaurierte Modelle sind deutlich teurer. Bei einem guten Restaurator kauft man dann aber nicht die Katze im Sack und der Füllhalter sollte voll funktionsfähig sein, was in der Bucht und auf Kleinanzeigen meist nicht gewährleistet ist.
Grüße in den jungen Morgen
Gerd
Blauer Hautausschlag, erhöhte Temperatur, Bewusstseinstrübungen - oh Gott, das muss Flexfieber sein!