Frage zu Titanfedern
Frage zu Titanfedern
Da möchte ich doch das neue Forum gleich mal nutzen, um eine (vielleicht dumme) Frage zu stellen. Ich liebe meine Omas und Leonardo Titanfeder. So smooth und gutmütig und mit Mega-Tintenfluss. Einfach herrlich. Nun schrieb mir neulich ein lieber Brieffreund, dass er sich ja erst an das Feeling der Titanfeder seines tollen neuen Goldfinken gewöhnen müsse und dass diese ihm "ziemlich hart" vorkäme. Da mich das doch sehr wunderte -denn ich habe meine Titanfedern eher mit den ganz alten Pelikanen oder gar in Richtung M1000 gesehen-, habe ich daraufhin beim letzten Stammtisch rumgefragt und durfte eine Bock-Titanfeder testen - die in der Tat hart und null flexibel/elastisch war. Seitdem frage ich mich, was "die Italiener" (also zumindest Omas und Leonardo) bei ihren Titanfedern denn wohl anders machen, dass es solch ein Genuss ist, mit ihnen zu schreiben?
Vielen Dank schon mal im Voraus für ein wenig Nachhilfe in Federkunde.
Vielen Dank schon mal im Voraus für ein wenig Nachhilfe in Federkunde.
LG, Claudia
Re: Frage zu Titanfedern
Hm, ich habe hier einen Satz Bock-Titanfedern im Einsatz (250 und 380), die sind nicht hart, aber eben auch nicht wirklich weich - wie man auch immer diese Begriffe definiert. Vielleicht hängt es davon ab, was die bisherigen Vorlieben waren. Wer oldschoolflex kennt, ja dann sind sie härter. Wer Stahlnägelfedern kennt, für den sind sie weich.
Die 380 fühlt sich nicht ganz so, wie soll ich sagen, "pinselartig dynamisch" an wie eine Pelikan M1000, ist aber alles andere als ein Stahlnagel. Und auch die 250er (EF-B), ja, nicht wie eine oldschoolflex (man muss mit dem Spreizen etwas vorsichtig sein), aber dynamisch und elastisch federnd. Mancher hat die Titanfedern als "schwammig" beschrieben, für mich trifft das nicht zu. Für mich sind es angenehme Federn, die durch ihre Elastizität ein weiches Schreiben ermöglichen, ohne aber echte Flexeigenschaften zu haben (bei den EF/F noch eher als bei den breiteren Federn). Kann man natürlich auch alles anders sehen.
Die 380 fühlt sich nicht ganz so, wie soll ich sagen, "pinselartig dynamisch" an wie eine Pelikan M1000, ist aber alles andere als ein Stahlnagel. Und auch die 250er (EF-B), ja, nicht wie eine oldschoolflex (man muss mit dem Spreizen etwas vorsichtig sein), aber dynamisch und elastisch federnd. Mancher hat die Titanfedern als "schwammig" beschrieben, für mich trifft das nicht zu. Für mich sind es angenehme Federn, die durch ihre Elastizität ein weiches Schreiben ermöglichen, ohne aber echte Flexeigenschaften zu haben (bei den EF/F noch eher als bei den breiteren Federn). Kann man natürlich auch alles anders sehen.
Matthias
(bei Penexchange war ich "mbf", der Username war hier aber zu kurz)
(bei Penexchange war ich "mbf", der Username war hier aber zu kurz)
- Tintenpfote
- Beiträge: 57
- Registriert: 31.10.2026, 11:32
Re: Frage zu Titanfedern
Ich kann die eigentliche Frage leider nicht beantworten.
Meine 076 Titanfeder von Bock in F passt mehr zur Kategorie Stahlnagel als elastisch. Sie schreibt gut, ich finde sie weder schwammig, noch problematisch, aber es ist eine harte Feder mit allen Vor- und Nachteilen.
Ich empfinde Bock generell als hart, und sage gerne "Bock kommt von bockig". So schade es ist, bis auf die beschriebene Titanfeder kam ich mit keiner Bock so richtig zurecht.
(Mir ist bewusst, dass manche Pelikanfeder aus dem Hause Bock stammt. Was auch immer sie damit anders machen.)
Meine 076 Titanfeder von Bock in F passt mehr zur Kategorie Stahlnagel als elastisch. Sie schreibt gut, ich finde sie weder schwammig, noch problematisch, aber es ist eine harte Feder mit allen Vor- und Nachteilen.
Ich empfinde Bock generell als hart, und sage gerne "Bock kommt von bockig". So schade es ist, bis auf die beschriebene Titanfeder kam ich mit keiner Bock so richtig zurecht.
(Mir ist bewusst, dass manche Pelikanfeder aus dem Hause Bock stammt. Was auch immer sie damit anders machen.)
Re: Frage zu Titanfedern
Interessant! Denn diese Frage brannte mir vor einiger Zeit auch schon unter den Nägeln. Ich habe eine Titan #8 in M von Leonardo, die sehr bouncy schreibt. Die Titanfeder einer Freundin - ebenfalls von Leonardo, ich meine es war auch eine #8 - war dagegen sehr starr. Das erschloss sich mir damals schon nicht. Zumal ich auch die recht steifen Bock Titan Federn kenne.BC666 hat geschrieben: 02.11.2026, 13:44 Seitdem frage ich mich, was "die Italiener" (also zumindest Omas und Leonardo) bei ihren Titanfedern denn wohl anders machen, dass es solch ein Genuss ist, mit ihnen zu schreiben?
Liebe Grüße
Maite
Dein Leben ist so bunt, wie du dich traust es auszumalen
🖌 
Re: Frage zu Titanfedern
Meine erste Titanfeder war auch eine #8 im Leo, den ich einer lieben Freundin abkaufen durfte, weil sie mit dieser "Wabbelfeder" nicht schreiben mochte. Ich liebe sie. Außerdem schreibt dieser Leo bei mir seit Jahr und Tag mit Glitzertinte, und das ohne Gemecker.
Die Omas-Federn sind kleiner. Aber -wie erwähnt- vom Gefühl wie die alten Tannenbaumfedern von Pelikan.
Ich war sehr jedenfalls sehr erstaunt über die harte Bock-Feder, denn diese habe ich ja getestet und sie fühlt sich absolut anders an. Dass jeder das unterschiedlich empfindet, ist klar. Aber gibt es vielleicht verschiedene Materialzusammensetzungen? Oder liegt es an der Materialdicke?
Die Omas-Federn sind kleiner. Aber -wie erwähnt- vom Gefühl wie die alten Tannenbaumfedern von Pelikan.
Ich war sehr jedenfalls sehr erstaunt über die harte Bock-Feder, denn diese habe ich ja getestet und sie fühlt sich absolut anders an. Dass jeder das unterschiedlich empfindet, ist klar. Aber gibt es vielleicht verschiedene Materialzusammensetzungen? Oder liegt es an der Materialdicke?
LG, Claudia
- Tintenpfote
- Beiträge: 57
- Registriert: 31.10.2026, 11:32
Re: Frage zu Titanfedern
Titan sind oft Legierungen, das stimmt.
Allerdings geben meines Wissens nach weder Bock noch Leonardo Informationen dazu an, sie schreiben alle nur was von "Titan". Wie hoch der Anteil ist, und welche Werkstoffe beigemischt werden, das bleibt wohl deren Geheimnis.
Bei Kanwrite, die auch Titanfedern anbieten, finde ich auch nichts dazu.
Die Unterschiede können also durch Größe, Dicke des Materials, Behandlung bei der Herstellung, und auch das Material selber kommen.
Aber vielleicht weiß ja doch jemand mehr.
Allerdings geben meines Wissens nach weder Bock noch Leonardo Informationen dazu an, sie schreiben alle nur was von "Titan". Wie hoch der Anteil ist, und welche Werkstoffe beigemischt werden, das bleibt wohl deren Geheimnis.
Bei Kanwrite, die auch Titanfedern anbieten, finde ich auch nichts dazu.
Die Unterschiede können also durch Größe, Dicke des Materials, Behandlung bei der Herstellung, und auch das Material selber kommen.
Aber vielleicht weiß ja doch jemand mehr.
-
alter-Frischling
- Beiträge: 3
- Registriert: 02.11.2026, 14:36
Re: Frage zu Titanfedern
Hallo, so jetzt bin ich auch da
Ich habe zwei Leonardo Nr 8 Titan-Feder (EF+CSI-F) und eine Omas-Emotica (Nr6?) Titan Feder (F) und alle 3 sind weich, nicht flexy und sehr angenehm.
Eventuell eine "Streuung" in der Produktion? Von Pineider gibt es ja auch traumhafte flexy Quill-Federn und andere (meine) schreiben im dazu Vergleich wie ein Nagel.
LG
Christa
(in die Jahre gekommener Frischling
)
Ich habe zwei Leonardo Nr 8 Titan-Feder (EF+CSI-F) und eine Omas-Emotica (Nr6?) Titan Feder (F) und alle 3 sind weich, nicht flexy und sehr angenehm.
Eventuell eine "Streuung" in der Produktion? Von Pineider gibt es ja auch traumhafte flexy Quill-Federn und andere (meine) schreiben im dazu Vergleich wie ein Nagel.
LG
Christa
(in die Jahre gekommener Frischling
Re: Frage zu Titanfedern
Danke für Deine Bestätigung, liebe Christa. Weich und sehr angenehm trifft's gut.alter-Frischling hat geschrieben: 02.11.2026, 15:04 Hallo, so jetzt bin ich auch da![]()
Ich habe zwei Leonardo Nr 8 Titan-Feder (EF+CSI-F) und eine Omas-Emotica (Nr6?) Titan Feder (F) und alle 3 sind weich, nicht flexy und sehr angenehm.
Eventuell eine "Streuung" in der Produktion? Von Pineider gibt es ja auch traumhafte flexy Quill-Federn und andere (meine) schreiben im dazu Vergleich wie ein Nagel.
LG
Christa
(in die Jahre gekommener Frischling)
Und Du meinst, von Pineider gibt es beide Varianten? Hart und weich? Das wird ja immer mysteriöser
LG, Claudia
Re: Frage zu Titanfedern
Offtopic:
Oh ja, die Quill-Nib von Pineider habe ich auch schon als sehr soft und genausogut brettlhart probeschreiben können. Scheint ein wenig Glücksspiel zu sein.
Ontopic:
Eine Erklärung habe ich leider nicht, aber "me too" kann ich rufen. Auch ich kenne Titanfedern sowohl in smooth als auch als verkleideten Nagel.
Viele Grüße, Micha
Oh ja, die Quill-Nib von Pineider habe ich auch schon als sehr soft und genausogut brettlhart probeschreiben können. Scheint ein wenig Glücksspiel zu sein.
Ontopic:
Eine Erklärung habe ich leider nicht, aber "me too" kann ich rufen. Auch ich kenne Titanfedern sowohl in smooth als auch als verkleideten Nagel.
Viele Grüße, Micha
Vernunft war da ... bis zum nächsten Füller.
Re: Frage zu Titanfedern
Naja, letztendlich gibt es ja aber auch Goldfeder-Nägel (u.A. Bock EKG) und softe Goldfedern. Da habe ich das immer so hingenommen. Wird wohl beim Titan nicht anders sein. Also gilt wie überall - Probeschreiben oder zumindest nachfragen, wenn man einen Füllhalter mit Titanfeder kaufen möchte (oder -noch besser- sich mit beiden Varianten anfreunden
)
Danke für Eure Antworten.
Danke für Eure Antworten.
LG, Claudia
-
alter-Frischling
- Beiträge: 3
- Registriert: 02.11.2026, 14:36
Re: Frage zu Titanfedern
Liebe Claudia,BC666 hat geschrieben: 02.11.2026, 15:35 Und Du meinst, von Pineider gibt es beide Varianten? Hart und weich? Das wird ja immer mysteriöser![]()
es ist wie immer, alles relativ.
Meine Pineider habe ich vor x Jahren, als ich noch dachte eine Handvoll Füllfedern reicht
LG
Christa
Re: Frage zu Titanfedern
Ich werde das auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Vielleicht springt mir ja mal einer vor den Einkaufswagenalter-Frischling hat geschrieben: 02.11.2026, 20:26Liebe Claudia,BC666 hat geschrieben: 02.11.2026, 15:35 Und Du meinst, von Pineider gibt es beide Varianten? Hart und weich? Das wird ja immer mysteriöser![]()
es ist wie immer, alles relativ.
Meine Pineider habe ich vor x Jahren, als ich noch dachte eine Handvoll Füllfedern reicht, in Rom bei Stilo e Stile probegeschrieben und war hin und weg weil sie soft war. Heuer durfte ich bei einem Wiener Treffen mit einer von den ganz weichen schreiben. Hätte ich nicht schon andere super-softe Federn, würde ich mich auf die Suche nach so einer machen.
LG
Christa
LG, Claudia