Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

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Will
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

Beitrag von Will »

Pen-Tagon hat geschrieben: 02.11.2026, 08:05 ... Beim 600er hast Du auch den Vorteil, dass Du die Edelstahlfedern der 200er Serie reinschauben kannst. Die Triple kosten kaum was, haben aber z.B. mit einer IB (italic bold) eine besondere Feder zu bieten. Ich habe bei meinem 600 tatsächlich die Goldfeder getauscht. Die Goldfeder kann ich ja jederzeit wieder reinschauben. Was für ein herrliches Schriftbild und Schreibgefühl. Und das, obwohl ich auch 800 und 1000 habe.
Wer Rottöne oder schwarze Tinte dauerhaft nutzen will, wird allerdings mit Stahlfedern nicht glücklich, da diese im Laufe der Zeit korrodieren. Ich hatte schon einen 200er zur Restaurierung, dessen Feder wie ein Schweizer Käse aussah. Wem das egal ist, dass alle paar Jahre eine neue Feder fällig wird, kann das freilich ohne Probleme bei modernen Pelikan-Füllhaltern machen, da die Ersatzteilversorgung bislang sichergestellt ist.

Herzliche Grüße aus der Pfalz

Gerd

PS: Die Feder auf dem Foto wurde nicht mutwillig zerstört, das ist Korrosion durch schwarze Tinte.
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Tintenpfote
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

Beitrag von Tintenpfote »

Oh ha, sowas habe ich bisher noch nicht in der Hand gehabt. :shock:
Das sieht ja verrückt aus.
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Will
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

Beitrag von Will »

Tintenpfote hat geschrieben: 02.11.2026, 09:04 Oh ha, sowas habe ich bisher noch nicht in der Hand gehabt. :shock:
Das sieht ja verrückt aus.
Historische Stahlfedern aus dem zweiten Weltkrieg waren auch nicht wirklich schlechter legiert. Allerdings waren diese ggf. länger dem Säuregehalt der "bösen" schwarzen und roten Tinten ausgesetzt, dann fehlt im hinteren Bereich der Stahlfeder auch gerne ein größeres Stück, was völlig wegkorrodiert ist. Wenn nur königsblaue Tinte im Einsatz war, sehen auch diese ganz alten Stahlfedern noch tadellos aus.

Liebe Grüße

Gerd
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IsabelAB
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

Beitrag von IsabelAB »

Ich persönlich finde einen 140er als Einstieg in die Vintage-Füllerwelt sehr gut. Gründe:
1. Es ist ein relativ günstiger Füller. Wenn man merkt, dass man ihn nicht mag, hat man nicht viel Geld verbrannt.
2. Ich finde die Federn nicht minderwertig. Es sind 14ct Goldfedern mit einem gewissen Grad an Flexibilität. Dagegen sind viele heutige Goldfedern regelrechte Nägel.
Habe selbst zwei 140er und mag sie sehr. Meine Hände würde ich nicht als besonders klein bezeichnen, mir liegen sie gut in der Hand. Wenn man natürlich große Füller mag, ist man hier falsch, klar.
Kleiner Bonus: in das kleine Schätzchen passt erstaunlich viel Tinte rein. Ich habe die Kapazität gerade nicht im Kopf, aber ich glaube es ist mehr, als bei den modernen M400ern. Nagelt mich nicht drauf fest, ich müsste das nochmal nachschauen. :roll:
Liebe Grüße
Isabel
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Tintenpfote
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

Beitrag von Tintenpfote »

Danke Gerd, für die Ausführungen!

Ich habe einige Jahre ausschließlich mit schwarz geschrieben, aber rückblickend waren das eine Goldfeder und später eine Titanfeder. Inzwischen schreibe ich nur noch selten mit schwarz.
Mein frisch rot betankter Füller, der die Tinte wohl länger eingefüllt haben wird bis er leer ist, ist ein Preppy. Dessen Feder bin ich bereit zu opfern.

Und nun genug OT, sorry Notizblock.
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Will
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

Beitrag von Will »

Hier mal noch ein Größenvergleich zwischen 140, 400 und 400NN. Einen Unterschied in der Qualität der Goldfedern gibt es nicht, nur in der Größe. Lediglich die Qualität der Vergoldung der Beschläge an der Kappe ist bei den 400er Modellen hochwertiger und damit beständiger. Die späten 140er und der 400NN haben noch eine Kappensicherung gegen das unwillkürliche Öffben der Kappe im Hemd oder der Bluse. Das ist ein kleiner Widerstand im Kappengewinde. Ist der Füllhalter allerdings schon viel genutzt worden, merkt man von den kleinen Widerstand beim Auf- und Zuschrauben nur noch wenig bis ggf. nichts mehr.

Liebe Grüße

Gerd
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Goldmund
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

Beitrag von Goldmund »

Ich kann die 140er und vor allem die 400er nur empfehlen, vor allem wenn sie eine gute Feder haben. Aber ja, die sind recht klein. Falls du keinen Probeschreiben kannst, könntest du im Schreibwarengeschäft mal einen M200 Probeschreiben. Der ist genauso groß wie der 400.
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Pelikano
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

Beitrag von Pelikano »

Will hat geschrieben: 02.11.2026, 08:55 Wer Rottöne oder schwarze Tinte dauerhaft nutzen will, wird allerdings mit Stahlfedern nicht glücklich, da diese im Laufe der Zeit korrodieren. Ich hatte schon einen 200er zur Restaurierung, dessen Feder wie ein Schweizer Käse aussah. Wem das egal ist, dass alle paar Jahre eine neue Feder fällig wird, kann das freilich ohne Probleme bei modernen Pelikan-Füllhaltern machen, da die Ersatzteilversorgung bislang sichergestellt ist.
Ui, gilt das generell für alle schwarzen Pigment-Tinten? Ich nutze gerne Pelikan 4001 Brillant-Schwarz und habe hier nur Füller mit Stahlfedern.

Gruß, Nobby
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Pelikano
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

Beitrag von Pelikano »

Nachtrag: Als einer meiner nächsten Füller ist ein Pelikan 140 oder 400 mit grünen Streifen angepeilt, höchstwahrscheinlich gebraucht. Da ich relativ kleine Hände habe und auch mit dem noch kürzeren Pelikan 100 gut schreiben kann, würden beide Modelle für mich passen.

Gruß, Nobby
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Pelle13
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

Beitrag von Pelle13 »

Will hat geschrieben: 02.11.2026, 08:55
Wer Rottöne oder schwarze Tinte dauerhaft nutzen will, wird allerdings mit Stahlfedern nicht glücklich, da diese im Laufe der Zeit korrodieren. Ich hatte schon einen 200er zur Restaurierung, dessen Feder wie ein Schweizer Käse aussah. Wem das egal ist, dass alle paar Jahre eine neue Feder fällig wird, kann das freilich ohne Probleme bei modernen Pelikan-Füllhaltern machen, da die Ersatzteilversorgung bislang sichergestellt ist.

Herzliche Grüße aus der Pfalz

Gerd

PS: Die Feder auf dem Foto wurde nicht mutwillig zerstört, das ist Korrosion durch schwarze Tinte.
Lieber Gerd,

hab vielen Dank für diese Erklärung, es war mir gar nicht klar, dass rote und schwarze Tinten so aggressiv sind. Ich habe zwar ein oder zwei gebraucht gekaufte vintage Füller mit leichtem Tintenfraß an den Edelstahlfedern, aber ich hatte Eisengallustinten als Übeltäter vermutet.
Schwarz ist nicht so meine Farbe, aber meine roten Tinten werde ich dann zukünftig in Füller mit Goldfedern füllen.

Liebe Grüße,
Dagmar
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pelifan
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

Beitrag von pelifan »

Pelikano hat geschrieben: 02.11.2026, 21:43 Nachtrag: Als einer meiner nächsten Füller ist ein Pelikan 140 oder 400 mit grünen Streifen angepeilt, höchstwahrscheinlich gebraucht. Da ich relativ kleine Hände habe und auch mit dem noch kürzeren Pelikan 100 gut schreiben kann, würden beide Modelle für mich passen.

Gruß, Nobby
Hallo Nobby,
die 140er bzw. 400er bekommt man im Grunde genommen nur noch gebraucht. Auch ich habe etliche über die Jahre in der Bucht erworben und war meistens sehr zufrieden. Der eine oder andere hatte mal eingetrocknete Tinte intus, aber mit Geduld und warmem Wasser lässt sich fast alles lösen :)
Grüßle von Cordula
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Querkopf
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Re: Welcher "vintage" Pelikan zum Einsteig?

Beitrag von Querkopf »

Lieber Gerd,

Dagmars Dank schließe ich mich an!
Deine Erklärung ist eine Mahnung zur Vorsicht.
Ich hab' anscheinend Glück gehabt: In Schüler- und Studentenzeiten habe ich vorwiegend mit schwarzer Tinte geschrieben und meine Füller schlecht gepflegt, weil ich's nicht besser wusste (was u.a. zu festsitzenden Kolben führte, schwarze Tinte kann hartnäckige Krusten bilden). Aber besagte Füller hatten allesamt Goldfedern, Federschäden gab's nie.
Die Schwarz-Phase ist lange vorbei. Aber Rot gibt's noch. Dafür werde ich jetzt auch Goldfeder-Stifte wählen.

Herzliche Grüße
Doris
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